DANKE für ein gelungenen Thüringentag

DANKE !!! – für das Durchhalten aller bei großer Hitze, für den Zuspruch für ein schönes Thüringentags-Wochenende, für alle Unterstützung. Die rund 4000 Teilnehmer des heutigen Festumzuges haben unter erschwerten Wetterbedingungen ein tolles und buntes Bild von Thüringen gezeigt. Alle zusammen, ob Mitwirkende im Umzug, Helfer und die vielen Zuschauer an der Umzugsstrecke haben der großen Hitze getrotzt und sorgten für ein stimmungsvolles Highlight des Thüringentages. Es hat Spaß gemacht – ihr wart alle super! Das gilt nicht nur für den Umzug, sondern auch für das ganze Wochenende.

 

Thüringentag 2019 in Sömmerda: Zeigen Sie uns Ihren Lieblingsplatz! – Atelier des Sömmerdaer Malkreises (18)

Auf der Staffelei steht das fertige Bild der Kronbiegelvilla. Gerade zeichnet Gerhard Polczyk den Schiefen Turm von Pisa. Motive findet der Hobbykünstler  in seiner Heimatstadt Sömmerda,   auf Reisen oder auf einer Postkarte.

Die Freunde vom Sömmerdaer Malkreis schätzen Polczyks ruhige Art und sein Können mit Feder und Bleistift. Er ist  der älteste Junggebliebene unter den 16  Malfreunden. Das Atelier im  Vereinsdomizil im Industriepark, Ehrhardtstraße 11, zählt zu den Lieblingsplätzen des 85-Jährigen. Er setzt sich wie zum Beweis mit Schwung in den Thüringentag-Liegestuhl.

Einen Alltag ohne Zeichnen kann sich der Ruheständler nicht vorstellen.

Gern denkt er an den Weimarer Maler Otto Pätz zurück, in dessen Mal- und Zeichenzirkel er sich unter Gleichgesinnten dem Malen und Zeichnen widmen konnte.  „Er war ein geduldiger und engagierter Lehrmeister, der es sehr gut verstand, uns Laien für Motive, Farben und künstlerisches Empfinden zu interessieren.“

Nach der Liquidation des Büromaschinenwerkes in den unfreiwilligen „Zwangsruhestand“ versetzt, griff der Sömmerdaer wieder vermehrt zu Stift, Skizzenbuch, Pinsel und Aquarellkasten sowie Fotoapparat und durchstreifte die Region.

Gut 15 Jahre später, im Jahr 2006, sah der Hobbykünstler mit seinem Anschluss an den Sömmerdaer Malkreis eine gute Möglichkeit, seine malerischen Fertigkeiten zu optimieren. „Zum Beispiel mit dem Künstler Harald Blankenburg aus Erfurt. Die öffentliche Wahrnehmung durch Ausstellungen beflügelte mich“, hat Polczyk festgestellt.

Seitdem möchte der 85-Jährige  die wöchentlichen Treffs mit den Gleichgesinnten und die traditionelle Kaffeerunde vorab  nicht mehr missen. Wenngleich er die meiste Zeit zu Hause oder unterwegs malt – im Schnitt zwei Stunden am Tag – ist das Atelier sein Lieblingsplatz. Im neuen Domizil umso mehr. „Hier haben wir ideale Bedingungen. Ist es nicht toll“, fragt Gerhard Polczyk in die Runde. Zustimmendes Nicken.

Gerade wird die Ausstellung „Ganz schön Sömmerda“ in Anlehnung an das Thüringentag-Motto vorbereitet. Während Istvan Orosz und Jürgen Wilke erste Bilder für den Transport verpacken, wählen Christina Gille und Regina Kugler noch weitere Motive aus. Ab dem 29. März sind die rund 40 Bilder im Sparkassentreff in der Sömmerdaer Bahnhofstraße zu sehen.

Zwölf der Motive sind bereits jetzt auf dem Jahreskalender zu sehen, den die Malkreis-Freunde gestaltet haben. Gerhard Polczyk ist darin mit dem Abbild des Rathauses und einer Pastellkreidezeichnung vertreten. Diese zeigt das ursprüngliche Wohngebäude von Franz von Dreyse, Erstgeborener Nicolaus von Dreyses, um das Jahr 1900.

Anlässlich des großen Festes in der Kreisstadt am letzten Juni-Wochenende werden die  Schaufens-
ter der Innenstadt-Geschäfte mit Arbeiten  der Hobbykünstler bestückt. So können Besucher entlang der Kunststraße bummeln. Polczyks Schiefer Turm von Pisa wird dann garantiert zu sehen sein.

Text und Foto: Ina Renke / Thüringer Allgemeine